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10-jährige Kooperation zwischen der Hanns-Seidel-Stiftung und der Parteihochschule

           
   

Am 11. Juni 2009 wurde im Rahmen der Fachveranstaltung „Gerechtigkeit in modernen Gesellschaften“ die 10-jährige Kooperation zwischen der Hanns-Seidel-Stiftung und der Hochschule des Zentralkomitees der KP China in Peking gewürdigt.

Der Hauptgeschäftsführer der Hanns-Seidel-Stiftung, Dr. Peter Witterauf hob in seinem Grußwort die Bedeutung der langjährigen Kooperation mit der Parteihochschule als wichtige Säule im Rahmen des Dialogs mit China hervor. „Die Kooperation", so Dr. Witterauf, „bietet uns einen Rahmen zum Austausch und zur Diskussion – auch konträrer Positionen – und ermöglicht so beiden Seiten Einblicke in die aktuelle politische und wissenschaftliche Diskussion des jeweils anderen Landes. Insofern kommt der Kooperation der Hanns-Seidel-Stiftung mit der Zentralen Parteihochschule eine wichtige Brückenfunktion zwischen beiden Ländern zu.“ „Der Prozess der Globalisierung mit seinen vielfältigen Auswirkungen hat das Bewusstsein gemeinsamer Verantwortung geschärft“, führte er weiter aus, „und macht einen kontinuierlichen Dialog, auch über politische und kulturelle Grenzen hinweg, mehr denn je erforderlich.“

Der Vizepräsident der Parteihochschule Prof. Dr. Shi Taifeng, der auch damals persönlich die erste Kooperationsvereinbarung in München unterzeichnete, betonte in seinem Grußwort: „Unterschiede zwischen Ländern sollten kein Hindernis bilden für Zusammenarbeit und Dialog. Auch kritische Punkte müssen dabei nicht ausgeklammert werden. Wichtig ist neben dem fachlichen Dialog der partnerschaftliche Umgang und kulturelle Offenheit.“ Eine Vertiefung der Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung ist im Interesse der Parteihochschule, so der Vizepräsident.

Die Bedeutung der Hochschule des Zentralkomitees der KP China als Institution zeigt sich u.a. in ihrer Funktion der Fortbildung politischer Führungskader der hohen und mittleren Ebene. Die Schulungen dienen u.a. der Förderung einer besseren Regierungsfähigkeit und der Sensibilisierung der politischen Akteure im Hinblick auf gesellschaftliche und politische Prozesse. Die Parteihochschule gibt Anstöße für Reformen und ist ein politischer Ideengeber für die KP China.

   

 

 

  Diskussion mit Dr. Witterauf
 

 

 

 
Grußworte von Vizepräsident Shi Taifeng  
 
Die Anfänge der Kooperation datieren auf das Jahr 1999. Damals besuchten der Vizerektor der Parteihochschule, Prof. Yang Chungui und der Vizedirektor des Postgraduierten-Kollegs, Prof. Li Xiaobing die Bundesrepublik Deutschland. Im Rahmen dieser Informationsreise kam es zu konkreten Gesprächen über die angestrebte Zusammenarbeit. Die erste Delegation von Professoren der Parteihochschule kam 2001 auf Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung nach Deutschland. Kurz darauf wurde in Peking gemeinsam das erste Symposium mit dem Thema „Regierung - Markt - Recht“ durchgeführt. Eine Kooperationsvereinbarung wurde dann im Sommer 2002 in München vom Vizepräsidenten Prof. Dr. Shi Taifeng und dem damaligen Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung, Alfred Bayer unterzeichnet und damit die bereits bestehende Zusammenarbeit institutionalisiert. Grundlage der Kooperationsvereinbarung sind der wissenschaftliche Dialog und Meinungsaustausch in den Bereichen Politik, Recht, Wirtschaft sowie Bildung und Kultur. Innerhalb dieses Spektrums kommen unterschiedliche Dialogformate zum Tragen: akademische Seminare und Workshops sowie mehrmonatige Forschungsaufenthalte junger Wissenschaftler in Deutschland. Im Mittelpunkt des Dialogprogramms Transformation und institutioneller Wandel standen in den letzten Jahren Themenfelder wie Prozesse des institutionellen Wandels, Mechanismen gesellschaftlicher Konfliktlösung, Globalisierung und Wohlfahrtsstaat sowie die Entwicklung des Parteiensystems in Deutschland.